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Existiert Gott? Mit Hilfe einer 200 Jahre alten mathematischen Formel, anschaulichen Beispielen und zahlreichen Bezügen auf den aktuellen Stand naturwissenschaftlicher Forschung versucht der Physiker und Risikoanalytiker Stephen Unwin diese Frage zu ergründen. Unwins Werk liefert einen auch für Nicht-Mathematiker verständlichen Ansatz einer „mathematischen Theologie“ und eröffnet so einen ungewöhnlichen Zugang zum Thema Glauben.
Die These des Autors: Gelehrte haben ihr Leben mit dem Versuch verbracht, die Existenz Gottes zu beweisen oder zu widerlegen, nur um ihre Theorien von anderen Gelehrten demontiert zu bekommen. Die Debatte krankt an den Mehrdeutigkeiten und unpräzisen Ausdrücken der Sprache. Könnte eine universelle, unzweideutige Sprache – nämlich die der Mathematik – dabei helfen, eine Antwort auf die Frage zu finden? Das versucht Stephen Unwin in seinem Buch.
Der Autor verwendet eine vor mehr als 200 Jahren von dem englischen Philosophen Thomas Bayes entwickelte mathematische Gleichung, um zum Ergebnis zu kommen, dass Gott mit einer Wahrscheinlichkeit von 2:1 existiert. Allerdings betont der Autor, dass in die Formel subjektive Bewertungen einfließen, und gibt dem Leser im Anhang den Aufbau einer Excel-Tabelle an die Hand, die es ihm erlaubt, eigene Berechnungen anzustellen.
Stephen D. Unwin, Ph. D., promovierte an der Universität Manchester in theoretischer Physik mit einer Arbeit über die Quantengravitation. Er hat für den New Scientist und andere einflussreiche Wissenschaftsmagazine geschrieben. Früher im Auftrag der britischen Regierung als technischer Attaché am Energieministerium der USA tätig, leitet er nun eine eigene Unternehmensberatung, die sich auf Risikomanagement für namhafte Kunden spezialisiert hat. Er lebt in Columbus im US-Bundesstaat Ohio.
„Zu den innovativsten Werken [über Religion und Wissenschaft] zählt 'Die Wahrscheinlichkeit der Existenz Gottes' ... Eine unterhaltsame Übung für das Denken.“ Scientific American online
„Stephen Unwin hat das scheinbar Unmögliche geschafft – eine tiefsinnige und erhellende Abhandlung über Gott, verfasst in einem kurzweiligen, kenntnis- und geistreichen Stil. Seine anregende Schreibweise vermittelt eine Fülle von Informationen über Naturwissenschaft, Religion und die Grundlagen für rationale Glaubensüberzeugung. Er vermeidet das unverständliche Geraune, wie es für zeitgenössische theologische Schriften so charakteristisch ist, und geht geradewegs auf das Zentrum der Frage zu: Ist Glaubensüberzeugung das Ergebnis einer rationalen Ableitung aus Fakten? Dass Unwin es schafft, sein Ziel mit einem Minimum an Mathematik zu erreichen, ist ein Zeugnis für seinen Scharfsinn und sein beeindruckendes Schreibtalent.“ Paul Davies, Physiker und Autor („Der Plan Gottes“, „Die letzten drei Minuten“)
Stephen D. Unwin: Die Wahrscheinlichkeit der Existenz Gottes Mit einer einfachen Formel auf der Spur der letzten Wahrheit discorsi, Hamburg 2005 287 Seiten inkl. Register, gebunden, Leineneinband mit Schutzumschlag EUR 24,00
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